Projekt: Kulturbrücke

Die Kulturbrücke in Glückstadt ist umstrukturiert worden. Die Teilnehmerinnen waren bislang im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit beschäftigt. Mittlerweile erhalten die arbeitssuchenden Frauen alternative Angebote, über die sie intensiv und individuell begleitet werden können. Hintergrund der Neuausrichtung ist eine politisch gewollte und von der Bundesregierung ausgehende Umverteilung der Mittel für die Jobcenter.

„Wir wollen den Standort der Kulturbrücke und die dazu angemieteten Arbeitsräumlichkeiten jedoch - wenn irgend möglich - erhalten. Außerdem bieten wir den Teilnehmerinnen in Ansprache mit dem Jobcenter Steinburg die Möglichkeit, über einen sogenannten Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein weiter betreut zu werden“, berichtet Dr. Dagmar Bez, Geschäftsführerin der AWO Bildung und Arbeit gemeinnützige GmbH, die das Projekt betreut. Der Gutschein – kurz AVGS – biete zudem die Chance, Teilnehmerinnen mit und ohne Migrationshintergrund schneller an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen.

Die Kulturbrücke war bislang ein interkulturelles Projekt, bei dem bis zu 20 Frauen mit und ohne Migrationshintergrund innerhalb einer Gruppe gemeinsam arbeiteten und lernten. Seit 2008 haben insgesamt etwa 300 Frauen das Programm durchlaufen. Ein Ziel war und ist es, einen Beitrag zur Integration von Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund zu leisten. Dabei soll zum einen eine interkulturelle Öffnung erreicht werden, zum anderen sollen die Teilnehmerinnen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Dieses Ziel steht auch weiterhin im Mittelpunkt des Projekts. Die Maßnahmen mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) orientieren sich noch stärker am ersten Arbeitsmarkt und beinhalten eine enge Begleitung der Teilnehmerinnen mit vielen Einzelgesprächen, Praktika und Schulungen.

 

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