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Familie unverschuldet in Wohnungsnot geraten

AWO Bildung und Arbeit hilft bei der Suche nach einem barrierefreien Zuhause

familie in ploenHeikendorf/Plön – Zwei Zimmer mit nur wenigen Quadratmetern, Küche, Bad, Flur – mehr Raum steht Familie M. nicht zur Verfügung. Dabei sitzen der Vater und der Sohn im Rollstuhl, die Tochter ist lernbehindert. Der größte Teil der Arbeit muss von der Mutter verrichtet werden. Dazu gehört auch die Pflege ihres Mannes, der an Multipler Sklerose im fortgeschrittenen Stadium leidet. Der 15-jährige Sohn ist Autist und Spastiker. Seine Pflege ist noch aufwendiger. Eigentlich wären also vier Zimmer nötig, um allen Familienmitgliedern gerecht werden zu können. Doch vor mehr als einem Jahr wurde Familie M. unverschuldet wohnungslos und musste die Zimmer in einer Obdachlosenunterkunft beziehen. Seitdem suchen sie nach einer geeigneten Wohnung – bisher ohne Erfolg.

„Der Wohnungsmarkt im Kreis Plön ist extrem angespannt. Es gibt zu wenige bezahlbare Wohnungen und wenn die Miete in einem gewissen Rahmen bleibt, ist sie nicht rollstuhlgerecht“, erläutert Alesia Seibel von der AWO Bildung und Arbeit, die die Familie berät und unterstützt. Die Beraterin betreut die Mutter und hilft der Familie bei der Suche nach geeignetem Wohnraum. Dabei wurde ihr deutlich: Ältere, bezahlbare Wohnungen sind nur selten barrierefrei und eine Umrüstung ist auch nicht vorgesehen. Neue, entsprechend ausgestattete Wohnungen liegen über dem von Amts wegen gesetzten Budget von monatlich 960 Euro.

Zudem ist Familie M. an den Kreis Plön gebunden, weil die beiden jugendlichen Kinder nach langer Suche endlich einen guten Anschluss in den Schulen gefunden haben. So hat der Sohn einen Platz in einem Landesförderzentrum für körperliche und motorische Entwicklung in Schwentinental bekommen. Dort fühlt er sich sehr gut aufgehoben. Die schwer traumatisierte Tochter geht indessen auf eine Förderschule und hat sich dort mittlerweile deutlich verbessert. Eine Psychologin rät von einem weiteren Schulwechsel ab.

Insgesamt gestaltet sich die Suche nach einer neuen Wohnung extrem schwierig. „Wir hoffen aber weiter, dass wir irgendwo eine Unterkunft zum Beispiel im Parterre-Bereich finden, die der Familie ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und die Mutter so wieder ein Stück weit entlastet wird“, zeigt sich Alesia Seibel verhalten optimistisch. Wer der Familie helfen möchte oder von einer entsprechende Wohnung weiß sollte am besten Kontakt mit der AWO BA-Beraterin unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! aufnehmen.