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Gehhilfen und Rollstühle für Burkina Faso

Abfallwirtschaften, AWO BA und hoelp sammelten orthopädische Hilfsmittel für ein bitterarmes Land

burkinafaso

Teams aus drei Kreisen verfrachteten die Gehhilfen und Rollstühle nach Neumünster, wo sie an Sahel e. V. übergeben wurden.

Neumünster/Pinneberg/Itzehoe/Heide - In Deutschland nicht mehr gebraucht, in Burkina Faso aber hochbegehrt: Rollstühle und Gehhilfen sind in dem bitterarmen afrikanischen Land keine Selbstverständlichkeit. Daher haben die AWO BA und die hoelp sowie die Abfallwirtschaften in Dithmarschen, Pinneberg und Steinburg monatelang in Sozialkaufhäusern und anderen Stellen orthopädische Hilfsmittel gesammelt. In gemeinsamer Aktion mit anderen Kreisen ist jetzt ein ganzer Schiffscontainer zusammengekommen. Alle Hilfsmittel wurden dem Sahel e.V. übergeben, der in Afrika das Projekt AMPO (Verein zum Schutz von Waisen - Das Gute geht nie verloren) unterstützt.

„Die Sammelaktion dient nicht nur der praktischen Hilfe für die gehbehinderten Menschen in Burkina Faso. Wir sehen darin auch ein Stück weit Nachhaltigkeit in unserer Wegwerfgesellschaft“, begründetetn die Verantwortlichen der Abfallwirtschaftsgesellschaften das Engagement. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mit mehreren Lastwagen wurden die zum Teil sperrigen Hilfsmittel nach Neumünster geschafft und im dortigen Sammellager des Sahel e. V. im Container verstaut, der auf dem Land- und Schiffsweg die lange Reise nach Afrika antritt.

„Bei den gesammelten orthopädischen Hilfsmitteln handelt es sich um gebrauchte, aber ansonsten völlig einwandfreie und wartungsarme Gehstützen und Rollstühle“, berichtet hoelp-Geschäftsführer Martin Meers. Rollatoren mit kleinen Rollen seien hingegen weitgehend ausgenommen, da der Einsatz dieser Geräte auf den Sandwegen des afrikanischen Wüstenstaates kaum zum Einsatz käme. In Steinburg und zwei weiteren Kreisen kamen insgesamt gut 80 Rollstühle, mehr als 250 Gehhilfen, und zwei große Säcke Verbandsmaterial zusammen.

Aus Dithmarschen gab es dann noch eine ganz besondere Spende von Johanna Guldager aus Hennstedt, deren verstorbener Mann, Prof. Dr. Reinhard Guldager, mehrere Jahre in Afrika lebte, unter anderem als Berater des Planungsministers in Burkina Faso. Aus dieser Zeit gibt es noch maßgeschneiderte Kleidung, die jetzt zurück nach Afrika verfrachtet wird.

Sahel und AMPO sind von der ehemaligen Plönerin Katrin Rohde gegründet worden, die seit 1995 in Burkina Faso lebt und dort u.a. ein Waisenhaus und eine Krankenstation aufgebaut hat.